Dachvermietung für Photovoltaikanlagen

Während weltweit die erneuerbaren Energien weiter auf dem Vormarsch sind, hat die Bundesregierung den Ausbau hierzulande in den letzten Jahren stärker gebremst als gefördert. Und das trotz der immer drastischeren Folgen des Klimawandels, die auch in Deutschland inzwischen allgegenwärtig sind. Auf dem Weg hin zu einer Energieversorgung durch 100 Prozent erneuerbare Energien, die die einzig sinnvolle und saubere Antwort auf den Klimawandel und die Ressourcenverschwendung der fossilen Energieträger ist, spielt die Solarenergie eine Hauptrolle. Mit immer weiter fallenden Preisen und geringen Installations- und Wartungskosten und ihrem dezentralen Potenzial ist diese Form der Energiegewinnung so attraktiv wie kaum eine andere.

Wer sich Risiken und Anschaffungskosten für eine Solaranlage sparen möchte, kann sein Dach einfach verpachten. (Foto Martin Abegglen, flickr | cc by-sa 2.0)

Wer sich trotz der günstigen Ausgangslage keine eigene Photovoltaikanlage anschaffen möchte, der kann trotzdem sein Dach verpachten und so von der Energiewende profitieren. In diesem Fall übernimmt ein Unternehmen Anschaffungskosten, Statikprüfung, Installationskosten und Risiken der Solaranlage, und zahlt dem Eigentümer des Daches eine Miete für die Nutzung der Dachfläche. Der erzeugte Strom kann entweder vom Eigentümer genutzt werden, oder wird in das Stromnetz eingespeist.

Eine solche Dachvermietung stellt also eine klassische Win-Win Situation mit einem Einkommen für beide Seiten über viele Jahre dar, wobei der Eigentümer immer auch die Option hat die Solaranlage zu kaufen. Zögerliche Dachbesitzer können so risikolos ihren Beitrag zur Energiewende leisten, ohne die damit verbundenen Risiken tragen zu müssen.

In naher Zukunft wird die Kombination aus Solaranlage und Batteriespeicher immer attraktiver werden. Angesichts der stark fallenden Preise für Batteriespeicher und der wachsenden Vielfalt auf dem Markt für Elektroautos werden integrierte Lösungen, die gleichzeitig eine völlige Unabhängigkeit von großen Netzbetreibern bedeuten, womöglich den Energiemarkt der Zukunft prägen. Auf dem Weg dahin muss jedoch in der Politik hierzulande und in Europa noch ein Umdenken stattfinden. Eine Klientelpolitik für große Energiekonzerne ist inzwischen nicht mehr zu rechtfertigen, besonders wenn hierdurch alte Kohlekraftwerke am Netz bleiben und die Klimaziele von Paris unmöglich erreicht werden können.

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