Geschwindigkeit des Waldverlustes verlangsamt sich weltweit

Fast ein Drittel der weltweiten Landfläche ist von Wäldern bedeckt. Davon liegt über die Hälfte in nur fünf Ländern: Russland, Brasilien, Kanada, den USA und China. Ein Bericht der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) zeigt nun auf, dass die Waldfläche seit Jahrzehnten immer weiter abnimmt, die Rate des Verlustes sich jedoch verlangsamt hat.

Seit 1990 hat die Welt 178 Millionen Hektar Wald verloren, was etwa der Größe Libyens entspricht. Die Rate des Waldverlustes ging von 1990 bis 2020 jedoch erheblich zurück, teilweise durch eine Verminderung der Entwaldung, teilweise durch Aufforstung oder natürliche Zunahme der Waldfläche. Von 7,8 Millionen Hektar jährlichen Waldverlustes in den Jahren 1990 bis 2000 ging die verlorene Fläche zurück auf 5,2 Millionen Hektar von 2000 bis 2010 und 4,7 Millionen Hektar von 2010 bis 2020. Im letzten Jahrzehnt verlangsamte sich die Rate jedoch durch eine geringere Waldausdehnungsrate.

Den größten Verlust von Waldfläche gab es in den letzten 10 Jahren in Afrika und Südamerika. In diesem Zeitraum gab es eine Zunahme der Waldfläche in Asien, Ozeanien und Europa. In Ozeanien hatte es in den beiden Jahrzehnten zuvor eine Verringerung der Waldfläche gegeben.

Über 90 Prozent der Wälder auf der Welt regenerieren sich auf natürliche Weise, und weniger als 10 Prozent werden gepflanzt. Die Fläche geschützter Wälder nimmt seit 1990 zu, jedoch verlangsamte sich auch hier der Trend im letzten Jahrzehnt.

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