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Rettung des Klimas kann kostenlos sein

Die weltweite Bekämpfung des Klimawandels könnte quasi ohne Zusätzliche Ausgaben möglich sein und stellt keine Bedrohung für das Wirtschaftswachstum dar. Zu diesem Schluss kommt der Bericht zur Klimaökonomie, den die Global Commission on the Economy and Climate am Dienstag in New York vorstellt.

Demnach werden in den nächsten 15 Jahren weltweit geschätzte 90 Billionen Dollar in die Infrastruktur investiert. Mit zusätzlichen Investitionen von 4 Billionen Dollar, also lediglich fünf Prozent dieser Summe, wäre ein ambitioniertes Programm zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen umsetzbar. Rechnet man die positiven Effekte eines sauberen Wirtschaftswachstums wie geringere Gesundheitskosten und niedrigere Benzinpreise mit ein, dann könnte eine klimafreundliche Entwicklung sogar zum Nullsummenspiel werden.

Entgegen dem Mythos, dass eine Bekämpfung des Klimawandels das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen würde, ist [...]

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UN fordern Regeln für Staatsinsolvenzen

Damit sich die prekäre Situation nicht wiederholen kann, die derzeitig Argentinien im Kampf mit den Zahlungsforderungen von Hedgefonds an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hat, fordert die UN-Generalversammlung die Einführung von Regeln für die Abwicklung von Staatsinsolvenzen. Auf diese Weise sollen ärmere Länder in Zukunft besser durch die Spekulation mit ihren Staatsschulden geschützt werden.

Ein US-Gericht hatte im Fall von Argentinien entschieden, dass das Land zuerst einen Hedgefonds ausbezahlen müssen, bevor es seine anderen Gläubiger bezahlen könnte und so das Land de facto zahlungsunfähig erklärt, sollte es nicht den Forderungen der Spekulanten entsprechen.

Die Unterstützer des jüngsten Vorstoßes in den Vereinten Nationen fordern eine Regelung für Staatspleiten, analog denen von privaten Firmen, die in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Die USA [...]

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Über 12000 neue Jobs für saubere Energie in den USA

Nach Angaben der Umweltorganisation Environmental Entrepreneurs (E2) entstanden in den USA allein im zweiten Quartal diesen Jahres 12500 neue Jobs im Sektor für saubere Energien. Die neuen Arbeitsplätze entstanden durch eine hohe Zahl neu installierter Solarmodule, den Bau von Windkraftanlagen und wachsende Kapazitäten im Elektroautobereich von Tesla und General Motors.

Ein Grund für das Wachstum im Markt für saubere Energien ist wahrscheinlich der Plan von Präsident Obama die CO2-Emmisionen der USA bis 2030 um 30% zu senken. Angesichts zahlreicher Klagen gegen dieses Gesetzesvorhaben von einzelnen Bundestaaten und Energiefirmen ist jedoch der rechtliche Rahmen für einen verstärkten Ausbau grüner Energien in den USA weiterhin nicht gänzlich sicher.

Juncker will EU-Kommission neu organisieren

Der neue Kommissionspräsident Jean-Claude Jucker will offenbar die EU-Kommission grundlegend neu organisieren. Künftig sollen die Kommissare nicht mehr wie bisher nach Ressorts, sondern vor allem auch durch wichtige Kernprojekte definiert werden. Dazu sollen sieben Posten für Superkommissare geschaffen werden, die projektbezogen arbeiten und Juncker direkt als Vizepräsidenten unterstellt sind. Um die Kernprojekte voranzubringen müssen so die verschiedenen Ressorts entlang dieser Themen verstärkt kooperieren.

Die sieben Vizepräsidenten sollen verantwortlich für die Umsetzung der Projekte sein, die Jucker schon in seiner Bewerbungsrede vor dem Europäischen Parlament im Juli angekündigt hatte: die Schaffung einer Energieunion und eines digitalen Binnenmarktes, die Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion und die Umsetzung eines Investitionsprogramms von 300 Milliarden Euro zur Schaffung von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen in der EU.

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USA wollen internationalen Klimaschutz stärken

Angesichts der näher rückenden Klimakonferenz von Paris im nächsten Jahr, bei der ein neuer Klimavertrag mit Zielvorgaben zur Bekämpfung des Klimawandels vereinbart werden soll, arbeitet die US-Regierung derzeit an einem Abkommen, das auch die USA zum Klimaschutz verpflichten würde. Wie die New York Times berichtet geht es darum, ein internationales Abkommen zur Reduktion von CO2-Emmisionen zu erarbeiten, das nicht die Zustimmung des US-Kongresses benötigt, da dieser ein solches Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit stoppen würde.

Obwohl von armen Ländern, die sich einen stärkeren Klimavertrag wünschen, stark kritisiert, ist das Vorgehen der Obama-Administration die realistische Alternative, um einer verbindlichen internationalen Klimapolitik näher zu kommen. Ein internationales Abkommen, das der erneuten Ratifizierung durch die Parlamente der einzelnen Staaten bedürfte, würde voraussichtlich an der benötigten [...]

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Erneuerbare Energien werden immer wichtiger in Europa

In einigen der größten Staaten Europas erreicht die Produktion erneuerbarer Energien immer neue Rekordhöhen und beweist, wie weit die Umstellung auf grüne Energie bereits vorangeschritten ist.

Deutschland konnte im ersten Halbjahr 2014 einen Rekordanteil von 28,5 Prozent seines Stroms durch erneuerbare Energien abdecken. Verglichen zum Vorjahr ist das ein Anstieg von knapp vier Prozent, im ersten Halbjahr 2013 lag der Anteil der Erneuerbaren bei 24,6 Prozent. Die Gründe für den Anstieg sind vor allem günstige Witterungsbedingungen und der zusätzliche Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Allein der Strom aus Wind und Sonne machte ca. 17 Prozent der deutschen Stromproduktion aus.

Den stärksten Zuwachs hatte die Solarenergie, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent zulegte. Auch der Anteil der Windenergie wuchs weiter [...]

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UN-Sanktionen gegen Unterstützer von Extremisten im Irak und Syrien

Angesichts der Brutalität der islamistischen Extremisten im Irak verhängte der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen die Hintermänner und Geldgeber der Gruppen Islamischer Staat (IS) und Al-Nusra-Front in Syrien.

So sollen Reisen von sechs Führungspersonen unterbunden und deren Konten im Ausland eingefroren werden. Ebenso wird gefordert, dass ausländische Kämpfer, die die Gruppen unterstützen sich zurückziehen und droht Sanktionen gegen ihre Geldgeber und Ausbilder an.

Während es im Sicherheitsrat über das Vorgehen im Syrienkonflikt starke Differenzen gab, spricht er nun entschlossen und einstimmig angesichts der politischen und humanitären Krise die das Erstarken der islamistischen Extremisten hervorgerufen hat. Die Beweggründe dafür sind jedoch nicht immer die gleichen, schließlich bedrohen die Islamisten den Irak und die Türkei, wie auch das Assad-Regime in Syrien.

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Windkraft überholt Kohle in Großbritannien

Während der Hurrikan Bertha eine Menge Zerstörung und Überflutungen mit sich brachte, bescherte er dem Vereinigten Königreich gleichzeitig ein Hoch bei der Produktion von Windenergie, die beinahe Rekordhöhen erreichte.

So wurden am Montagmorgen fast 16% des Stromverbrauchs von Großbritannien durch Windenergie gedeckt, in den 24 Stunden zuvor waren es 13,1% – beinahe 2% mehr, als die Stromproduktion durch Kohle für den gleichen Zeitraum.

Der Überschuss an Windenergie hilft dabei gleichzeitig die Energieflaute auszugleichen, die durch die unvorhergesehene zeitweise Abschaltung von vier Atomkraftwerken wegen eines Fehlers im Dampferzeuger entstand. Die voraussichtlich achtwöchige Abschaltung kann nach Angaben des britischen Netzbetreibers National Grid unter anderem durch Windenergie ausgeglichen werden.

Im Jahr 2013 wurden ca. 15% des Stromes im Vereinigten Königreich [...]

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US-Afrika Gipfel: USA wollen mehr Handel und Zusammenarbeit

Trotz Aids, Ebola, Armut und vielen anderen Problemen, die den afrikanischen Kontinent plagen, entwickelt er sich immer mehr zu einem Wirtschaftsraum, der für die Zukunft große Märkte und viel Wohlstand verspricht. Auch aus diesem Grund lud US-Präsident Barack Obama mehr als 40 afrikanische Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfel in Washington ein.

Es sollte vor allem um die Beziehungen der USA zu Afrika gehen, allen voran die Wirtschaftsbeziehungen, wo die Vereinigten Staaten nicht gegenüber China oder anderen Partnern afrikanischer Länder zurückfallen möchten.

Das starke Engagement Chinas in Afrika, das im großen Stil Infrastrukturprojekte finanziert, um im Gegenzug seinen Hunger an Rohstoffen mit afrikanischen Gütern zu befriedigen, legt den Focus der Beziehungen schon seit Jahren verstärkt auf Wirtschaft, während in [...]

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Juncker will EU sozialer machen und Wachstum fördern

In seiner Bewerbungsrede vor dem Europäischen Parlament stellte der Kandidat für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker am Dienstag die politischen Leitlinien seines Regierungsprogramms vor.

Es soll 10 Punkte umfassen. Eine großer Schwerpunkt soll eine Wirtschaftspolitik sein, die Arbeit und Wachstum für die EU schaffen soll, um die hohe Arbeitslosigkeit in manchen Mitgliedsstaaten zu bekämpfen. Der designierte Kommissionspräsident erinnert daran, „dass die Wirtschaft den Menschen zu dienen hat, und nicht umgekehrt.“ Das Soziale müsse im Sinne der sozialen Marktwirtschaft seinen Platz in Europa behalten. Juncker betont ein „Präsident des sozialen Dialogs“ sein zu wollen, um gerade auch die Krisenstaaten wieder stärker zu beteiligen.

So will Juncker ein Investitions- und Jobpaket schnüren und kündigt eine Reformagenda an, die ebenso das [...]

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