Bahn fahren statt Geschenke einpacken

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Weihnachten nähert sich mit Riesenschritten, und das bedeutet im Allgemeinen Geschenke kaufen, Geschenke kaufen, Geschenke kaufen. Diese Geschenke wollen alle eingepackt werden, und nachdem sie wieder ausgepackt werden, landen Riesenberge an Geschenkpapier und Verpackungen im Müll.

In ihrer diesjährigen Weihnachtskampagne greift die Bahn dieses Verpackungsthema auf und wirbt mit ihren den firmeneigenen grünen Maßnahmen, von denen ein Großteil auch aus Ressourcenschonung und Recycling besteht.

So werden viele Lebensmittel der Bordrestaurants, die noch verzehrbar sind, an den gemeinnützigen Verein Tafel Deutschland e.V. gespendet, überflüssiges Geschirr wird den Bahnhofsmissionen zur Verfügung gestellt. Bauschilderplanen werden zu Taschen weiterverarbeitet anstatt im Müll zu landen. 200 Umweltkoordinatoren verwirklichen Umweltschutzmaßnahmen im Konzern und sorgen für deren Umsetzung, Gehälter und Reisekosten werden papierlos abgerechnet, ebenso werden Rechnungen vermehrt elektronisch an die Bahnkunden versandt.

Unbrauchbare Schwellen und Schotter werden wieder aufbereitet, um sie erneut verbauen zu können. Ein Bewertungssystem zeigt die Öko-Bilanz verwendeter Materialien und Rohstoffe an. Das Umweltmanagement im Konzern wird nach DIN-Norm bewertet. Neue Fahrkartenautomaten sparen Strom und verbrauchen nur noch so viel wie ein gewöhnlicher Laptop und die Logistiksparte DB Schenker baut energieeffiziente Lagerhäuser, die CO2-Emissionen einsparen.

Diese Maßnahmen von der Bahn-Webseite lesen sich gut und entfalten hoffentlich die beschriebene Dynamik in der Unternehmenskultur. Obwohl besser als Auto oder Flugzeug, ist die Bahn nicht ganz so grün wie sie sich geben mag – schließlich fahren ihre Züge bei weitem noch nicht nur mit Ökostrom und es sind erst knapp zwei Drittel der Strecken und Züge elektrifiziert.

Dennoch bemüht sich der Konzern offensichtlich um noch mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung und macht sich für einen Bewusstseinswandel stark. Es ist schwer zu bewerten, wie viel die beschriebenen Maßnahmen letztlich im gesamten Bahnuniversum bewirken. Doch ein ernst gemeinter Wille den Betrieb klimafreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten, kann nur positiv sein. Und das nachhaltige Wirtschaften kann als gutes Beispiel für andere Bereiche der Wirtschaft dienen.

Ein Grund mehr sich ein Beispiel an Greta zu nehmen und an Weihnachten mit dem Zug zu seinen Lieben zu fahren.

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