Die Bahn setzt auf grün

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In ihrer jüngsten Firmenkampagne wirbt die Bahn damit, dass sie ein grünes Unternehmen ist welches in Zukunft noch grüner werden möchte. Dabei muss sich der Konzern nicht mühsam ein grünes Image aufzwingen, sondern zeigt mit über 150 konkreten Maßnahmen, wo im Bahnalltag jetzt schon umwelt- und ressourcenschonend agiert und wird.

Die beschriebenen Bereiche reichen von Forschung zu Elektro-LKW bei der Logistik Tochter DB Schenker über kostenlose Reparatursäulen für Fahrräder an Bahnhöfen bis hin zur Umgestaltung von Bahnflächen zu Biotopen und Blühwiesen für Insekten.

Auch das Thema Müll- und Plastikvermeidung macht sich die Bahn zu eigen. So enthält die Seife in allen Fernverkehrszügen kein Mikroplastik mehr, Sprayflaschen für Bremsreiniger sind inzwischen nachfüllbar, alte Computer werden wiederverwendet und Speisereste werden in Biogas und Dünger umgewandelt.

Insgesamt liest sich der Maßnahmenkatalog sehr gut, doch bleibt noch viel zu tun, um dem Imagewandel gerecht zu werden. Während man damit wirbt, dass der Fernverkehr schon mit 100 Prozent Ökostrom fährt, findet sich im gesamten Strommix des Konzerns noch ca. ein Drittel Strom aus fossilen Energieträgern wie Steinkohle, Braunkohle und Erdgas. Auch versprüht die Bahn noch große Mengen Glyphosat auf seinen Trassen, will den Einsatz des Pestizids ab 2020 jedoch um die Hälfte reduzieren. Und knapp ein Drittel der Lokomotiven fahren noch mit Diesel, weil nicht genügend Strecken elektrifiziert sind.

Doch wenn die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ernst gemeint sind und in weitere Bereiche des Konzerns ausgeweitet werden, dann kann man das nur begrüßen. Die Bahn bewegt sich in Richtung grünes Unternehmen, und das nicht nur durch den neuen Anstrich seiner ICEs. Umweltschonender und klimafreundlicher als Auto, Bus oder Flugzeug ist die Bahn allemal.

Hoffentlich wirkt auch die Maßnahme „Digitale Schiene Deutschland“ (Nr. 145) neben der wirksameren Auslastung des Schienennetzes auch zu der versprochenen verbesserten Pünktlichkeit.

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