20 Jahre Mauerfall – vereintes Europa

Heute vor 20 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Mauer. Wahrscheinlich das bedeutendste Ereignis der jüngeren Geschichte Europas und der Welt. In der Folge löste sich die Sowjetunion auf und die sozialistischen Regimes in den mittel- und osteuropäischen Staaten wurden durch demokratisch gewählte Regierungen abgelöst. Ein Schritt zu dauerhafter Freiheit und Demokratie in Europa. Nach fast einem halben Jahrhundert sowjetischer Bevormundung sehnten sich die neu entstandenen Demokratien nach der Integration in das westliche Europa und die Europäische Union. Diese nahm sich mit offenen Armen auf, obwohl sie eigentlich dringend zuerst innere Reformen benötigt hätte. Doch ähnlich wie bei der deutschen Wiedervereinigung wurden schnell neue Fakten geschaffen, um die historische Chance der Verbindung von Ost und West zu nutzen.

Heute sind Lettland, Estland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Bulgarien Teil der Europäischen Union, nächstes Jahr wird wahrscheinlich auch Kroatien dazukommen, die weiteren Staaten des ehemaligen Jugoslawien dürften auch noch folgen. Ohne Zweifel eine Erfolgsgeschichte. Und auch die überfälligen inneren Reformen wurden trotz der riesigen Anzahl neuer und alter Beteiligter geschafft – am 1.12.2009 tritt die neue Verfassung der EU in Kraft. Trotz aller Schwierigkeiten und Vorbehalte kann man sich kaum ein besseres Resumee für die europäische Entwicklung 20 Jahre nach dem Mauerfall vorstellen.

 

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