Eine neue Dimension des Protestes im Iran

Die Protestbewegung im Iran hat eine neue Qualität erreicht. Zunächst gab es letzten Montag eine Großdemonstration anlässlich der Beerdigung des regimekritischen Großayatollags Montaseri. Dieser war durch seine moralische Autorität eine bedeutsame geistlichen Verstärkung für die Opposition. Berichtet wurde von zehntausend bis hunderttausend Demonstranten. In einem Kommentar der Taz wurde auch die Bedeutung dieses Ereignisses für die Protestbewegung bewertet, da der heutige Aschura Feiertag mit dem siebten Trauertag um Montasari zusammenfällt – beides traditionelle Anlässe, um Trauermärsche zu veranstalten.

Heute scheint die Lage zu eskalieren. Zum erstenmal seit Beginn der Protestbewegung gab es mehrere Tote, laut Opposition wurde gezielt in die Menge gefeuert. Die ‚grüne Bewegung‘ im Iran hat eine neue Dimension erreicht. Auf Taz.online ist sogar von Millionen Demonstranten in verschiedenen Städten die Rede. Angesichts der Toten Demonstranten dürfte sich die Bewegung in der nächsten Zeit eher verstärken, als abschwächen.

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