Ein Jahrzehnt neuer Politik in Lateinamerika

Während Latein-Amerika Ende des letzten Jahrhunderts noch sozusagen der Hinterhof der USA war, und dort neoliberale Experimente und eine unglückliche Politik des IWF zu Krisen führten, hat sich dieses Bild im Laufe des letzen Jahrzehnts komplett geändert. In fast allen Staaten der Region regieren jetzt linke Regierungen. Der bekannteste Exponent ist Hugo Chavez, der in Venezuela mit fast diktatorischer Gewalt regiert. In Brasilien hat der eher sozialdemokratische Präsident DaSilva das Land zu beispiellosen wirtschaftlichen Erfolgen geführt. Zwischen diesen beiden Extremen – linke Machtkonzentration und massive Verstaatlichung einerseits, und soziale Politik bei liberalen Marktstrukturen und alten Reichtumsklassen andererseits, bewegt sich das Spektrum der lateinamerikanischen Regierungen. Gemeinsam haben sie sich weitgehend vom Währungsfonds und den USA unabhängig gemacht und geben einem ganzen Kontinent ein neues Gesicht.

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