Griechenland will 200 Millionen Euro an arme Haushalte verteilen

Die griechische Regierung unter Premier Alexis Tsipras präsentierte am Dienstag ihren ersten Gesetzentwurf, über den in den nächsten Tagen im Parlament abgestimmt werden soll. Zur Bekämpfung der „humanitären Krise“ ist demnach vorgesehen, dass rund 200 Millionen Euro im Rahmen verschiedener Programme an die ärmsten Griechen gehen sollen. Unter anderem sieht das Gesetz vor, dass bedürftige Haushalte Lebensmittelmarken, kostenfreien Strom und Mietzuschüsse erhalten.

Die Bekämpfung der Armut im Land, die im Rahmen der Krise der letzten Jahre und der Schrumpfung der griechischen Wirtschaft weiter zugenommen hat, war ein zentrales Wahlversprechen der neuen Regierung. Tsipras will also trotz des engen Handlungsspielraums, den sein Land angesichts der hohen Verschuldung und der Abhängigkeit von internationalen Gläubigern hat, eine Große Summe an seine ärmsten Landsleute verteilen. Falls das in den Geberländern wie Deutschland auf Missfallen stoßen sollte kann ein Blick auf die Zinszahlungen der Griechen im Rahmen des Euro-Rettungsschirms helfen: seit 2010 erhielt Berlin 360 Millionen Euro an Zinsen aus Athen.

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