Schweizer lehnen Anti-Ausländer Initiative ab

Mit einer klaren Mehrheit haben die Schweizer die „Durchsetzungsinitiative“ der rechtskonservativen Schweizerische Volkspartei (SVP) abgelehnt, wonach in der Schweiz wohnhafte Ausländer bei Straffälligkeit automatisch abgeschoben werden sollten.

Dürfen erstmal drinnen bleiben: die vermeintlichen schwarzen Schafe

Die SVP-Kampagne hat die Gräben in der schweizer Gesellschaft weiter vertieft. (Foto: Metro Centric flickr | cc by 2.0)

Mit einer deutlichen Mehrheit von 58,9 Prozent erteilten die Schweizer der Volksinitiative nun eine Abfuhr. Der Wahl war ein Abstimmungskampf vorausgegangen, bei dem die SVP mit Plakaten von weißen und schwarzen Schafen eine klare Botschaft gegen ein kulturelles Neben- und Miteinander sendete. Ende des vergangenen Jahres sah es noch so aus, als würde die Stimmungsmache gegen Ausländer wie auch bei vergangenen Volksinitiativen einen Sieg für die SVP bringen. Doch eine große Gegenbewegung aus der Zivilgesellschaft, die auch in den sozialen Netzwerken große Wirkung entfaltete, drehte zuletzt die Stimmung im Land.

Die Abstimmung zeigt, wie zivilgesellschaftliches Engagement gegen destruktive populistische Argumente gewinnen kann und gibt daher Hoffnung – ähnliche Szenarien entwickeln sich schließlich momentan in vielen Ländern Europas.

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