Eine WG in Deutschland vor 20 Jahren

Als nach dem Mauerfall 1989 der DDR-Staat in sich zusammenfiel, ergab sich plötzlich ein Problem: wohin sollte man mit Erich Honecker. Manche hätten ihn gerne gelyncht oder nach Bautzen geschickt. Die Genossen wollten ihn nicht. Schließlich bittet man brisanterweise die evangelische Kirche um Hilfe. Ein Pfarrer im mecklenburgischen Serrahn gibt dem Ehepaar Honecker schließlich Asyl – eine heikle Geschichte, angesichts der Vergangenheit von Kirchenleuten in der DDR. Bei tagesspiegel.de gibt es eine sehr gute Reportage über diese bizarre WG, die im Einheitstaumel leicht in den Hintergrund der Ereignisse rückt, die aber sehr direkt die Konflikte und Realitäten der damaligen Gesellschaft in Deutschland abbildet.

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