Krieg oder Frieden in Afghanistan

Gestern bei Anne Will war das Thema der Afghanistan-Krieg. Eine interessante Diskussion. Auf der einen Seite drei Befürworter des Afghanistan-Einsatzes: Harald Kujat, Susanne Koelbl vom Spiegel und Wolfgang Gerhardt, auf der anderen Seite Gegner des Krieges: Roger Willemsen und Hans-Christian Ströbele. Bisher hatte ich immer mehr oder weniger gedacht, dass dieser Krieg notwendig sei, doch ohne recht überzeugt zu sein. Deshalb war es sehr interessant zu sehen, wie Ströbele und Willemsen dagegen argumentierten, letzerer obwohl er sich selbst stark in Afghanistan engagiert. Offenkundig war auch die platte Kriegslogik von Kujat. Und als man von Gerhard das Argument hörte, dass dann dort die Taliban wieder Fuß fassen würden und Frauen gesteinigt würden, wollte man nicht so recht an diesen Appell an die Menschlichkeit glauben, wenn gleichzeitig ein blutiger Krieg für diese assoziativen Bilder geführt wird. Wie immer liegt die Wahrheit vielleicht irgendwo in der Mitte – realistisch ist ein sofortiger Abzug der Truppen ja nicht, doch hat ja Obama einen Rückzug der Amerikaner für 2011 angekündigt. Der Krieg ist grässlich wie jeder Krieg, und man fragt sich ernsthaft, ob es nicht Alternativen dazu gibt – besonders für Deutschland!

Kommentar hinterlassen