Brasilien startet große Kampagne zur Ausbildung von Fachkräften

Die Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft der letzten Jahre ist eine Erfolgsgeschichte: starkes Wachstum, niedrige Arbeitslosigkeit und gleich zwei sportliche Großereignisse am Horizont: die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Trotzdem leidet das Land unter einem deutlichen Fachkräftemangel.

Angesichts der riesigen Bauvorhaben für Weltmeisterschaft und Olympiade, im sozialen Wohnungsbau und für die Infrastruktur, mangelt es der brasilianischen Wirtschaft an Ingenieuren und Architekten. Daraus resultieren oft empfindliche Verzögerungen, die die Arbeitsproduktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen reduzieren. Da die brasilianische Regierung sehr zögerlich ist, wenn es darum geht, ausländische Fachkräfte ins Land zu lassen, nahm sich Präsidentin Dilma Rousseff nun des Problems an.

Sie kündigte an, dass der Staat ab sofort massiv in ein Bildungsprogramm investiert, dass zum Ziel hat, bis 2014 3,5 Millionen neue Arbeitskräfte auszubilden – schon in diesem Jahr sollen es 500.000 sein. Dazu sollen 120 neue Ausbildungszentren geschaffen und 3000 Lehrer eingestellt werden, um Schulabgängern, arbeitslosen Jugendlichen und Begünstigten armer Familien technische Kurse Anzubieten. Die so ausgebildeten Fachkräfte sollen später vor allem im Baugewerbe, im Hotelgewerbe und im Informatiksektor Beschäftigung finden – vor allem auch mit Blick auf die sportlichen Großereignisse 2014 und 2016.

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