BMZ-Initiative soll Klimarisiken begrenzen

Im Rahmen des G7-Gipfels hob der deutsche Entwicklungshilfeminister Gerd Müller am Sonntag in Berlin die Bedeutung von Klimarisikoversicherungen hervor. Mit diesem Instrument sollen die Folgen des Klimawandels, die besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern immer spürbarer werden, erträglicher gestaltet werden.

Trockenheit Kenia

Ausgetrocknetes Flussbett in Kenia (Foto: © Shever, flickr |cc by 2.0)

Für Menschen in armen Ländern können Dürren oder Wetterkatastrophen schnell zu einer Zerstörung ihrer gesamten Existenzgrundlage werden. Der Zunahme extremer Wetterereignisse durch den von den Industrieländern erzeugten Klimawandel kann mithilfe von Klimarisikoversicherungen und dem Management von Klimafolgen begegnet werden. Durch die umsichtige Planung und Versicherung etwa von Infrastruktur, Ernteerträgen oder Behausungen kann so das Risiko einer Zerstörung breiter verteilt werden, um im Schadensfall eine schnelle und gezielte Hilfe zu ermöglichen.

Die Initiative Klimarisikoversicherung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieht vor, die Zahl der armen Menschen, die gegen Klimarisiken versichert sind, von derzeit 100 Millionen auf 500 Millionen bis zum Jahr 2020 zu erhöhen, wofür Deutschland 150 Millionen Euro bereitstellen will. Um auch Anreize für private Investoren zu schaffen sollen zudem günstige institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen werden, die zur Entstehung eines Versicherungssektors in den betroffenen Ländern beitragen können.

Die Realisierung der Initiative soll in enger Partnerschaft der G7-Staaten mit den Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden. Zusätzlich zur Hilfe bei Katastrophen könnten Klimarisikoversicherungen für arme Regionen durch die Bildung von Rücklagen und Sicherheiten auch eine Möglichkeit darstellen, langfristig der Armutsfalle zu entkommen und eine positive Entwicklung einzuleiten.

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