G7-Staaten engagieren sich für Biodiversität

Biodiversität Infografik

Besonders für Menschen in Entwicklungsländern ist der Schutz der Biodiversität überlebenswichtig. (Infografik: BMZ)

Ende Mai veröffentlichte die G7 einen Forschungsbericht, der die Anstrengungen der Wirtschaftsmächte für den Erhalt der Biodiversität untersucht, die auf Initiative Deutschlands 2007 beim Gipfel in Heiligendamm Teil der G7 Agenda wurde.Die Anerkennung biologischer Vielfalt und die Wichtigkeit von Ökosystemen als Grundlage für nachhaltige Entwicklung und als Existenzgrundlage gehört seither zu den Bereichen, in denen die G7 neben wirtschaftlichen Fragen zusammenarbeiten. Über die Fortschritte informiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf einer eigens eingerichteten Website.

Der Bericht mit dem Titel „Biodiversität – Lebenswichtig für nachhaltige Entwicklung“ kommt zu dem Schluss, dass die G7 die Bedeutung der Biodiversität für das menschliche Wohlergehen, eine nachhaltige Entwicklung und die Minderung von Armut anerkannt hat. Außerdem werden finanzielle Mittel im Kampf um den Erhalt der biologischen Vielfalt bereitgestellt, die zusammen mit politischen Maßnahmen Naturschutz und nachhaltige Bewirtschaftung stärken, sowie Wilderei, illegale Abholzung und illegalen Handel mit Wildtieren bekämpfen sollen.

Die G7 hat also damit begonnen die Ursachen des Rückgangs der Biodiversität auf der Erde aktiv zu bekämpfen, die vor allem auch die Entwicklungsländer ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Beim anstehenden G7 Gipfel im bayrischen Elmau soll daher auch über die Einrichtung von Meeresschutzzonen und eine nachhaltige Rohstoffnutzung verhandelt werden.

Trotz der bisherigen Anstrengungen ist sich die G7 laut des Berichts bewusst, dass es weiterer Anstrengungen bedarf, um die biologische Vielfalt des Planeten zu schützen. Neben dem Klimawandel ist vor allem auch die Abholzung der tropischen Regenwälder zur Holzgewinnung und für den Anbau von Rohstoffen wie Palmöl, Zuckerrohr oder Soja ein Problem, das neben der Politik vor allem auch informierte Konsumenten in den G7 Ländern beeinflussen können.

Aus diesem Grund informiert das BMZ auf seiner Webseite auch darüber, was Käufer beim Erwerb von nachhaltigen Produkten zu beachten haben. Angesichts der Geschwindigkeit des Verlustes der biologischen Vielfalt ist jedoch wünschenswert, dass der Wert der Natur im Verhältnis zu wirtschaftlichen Interessen noch viel stärker in den politischen Entscheidungen der G7 berücksichtigt wird, als dies bisher der Fall ist.

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