Die Bahn bewegt sich

Der nicht enden wollende Abgasskandal von Volkswagen hat noch einmal eindrücklich bewiesen, dass Autos mit Verbrennungsmotor kein nachhaltiges Modell für die Zukunft sind. Während die Automobilbranche daran einige Zeit zu Schlucken haben wird, geht die Bahn derzeit in die Offensive, um ihre Schwächung wegen der Konkurrenz der Fernbusse und ihr angeschagenes Image durch Stuttgart 21 & Co. zu verbessern.

Als umweltfreundliches Verkehrsmittel hat sie dafür deutlich bessere Startbedingungen als das Auto. Schon jetzt bestehen 40 Prozent ihres Energiemixes aus erneuerbaren Energien und bis 2050 soll die Umstellung komplett sein. Durch energieeffiziente Technologie, Car-Sharing-Modelle und City-Bikes ist der Konzern aktiv an einem nachhaltigen Verkehrskonzept für die Zukunft beteiligt.

Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs vor zwei Jahren hat der Bahn zugesetzt, und aufgrund der zumeist günstigeren Bustickets verlor sie zahlreiche Kunden. Wohl auch aus diesem Grund wirbt der Konzern jetzt mit neuen Angeboten, um verlorene Mitfahrer zurückzugewinnen. Bis zum Jahr 2030 sollen ca. 50 Millionen Menschen pro Jahr als Bahnfahrer hinzukommen. Um dieses Ziel zu erreichen sollen Strecken weiter ausgebaut, regionale Angebote gestärkt und Metropolen besser verbunden werden.

Auch beim Thema Großprojekte scheint man aus den schlechten Erfahrungen der letzten Jahre gelernt zu haben. Um frühzeitig alle Beteiligten zu integrieren werden Bauprozesse daher transparenter gemacht und Dialoge befürwortet. Einen Einblick in die vielen Schritte und Entscheidungen auf dem Weg zum ersten Spatenstich gibt das folgende Video.

Man darf also gespannt sein auf eine Bahn, die günstiger und noch grüner wird – bequemer ist das Reisen mit dem Zug allemal.

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