Muslime distanzieren sich weltweit vom Terror

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist, distanzierten sich Muslime weltweit von den terroristischen Anschlägen in Paris. Die Staatschefs vieler arabischer Staaten sprachen Frankreich ihr Beileid aus und betonten die Unmenschlichkeit und die Unvereinbarkeit der brutalen Akte mit dem islamischen Glauben. Ähnlich äußerte sich auch das iranische Außenministerium.

Wichtige islamische Gelehrte im arabischen Raum und in Europa verurteilten die Terrorakte aufs Schärfste und forderten den Terrorismus gemeinsam zu bekämpfen. Muslimische Verbände in Frankreich und Deutschland zeigten sich zusätzlich besorgt wegen der wachsenden Islamfeindlichkeit, die aus den Anschlägen resulieren könnte. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, appellierte besonders Medien und Politik auf den pseudo-religiösen Begründungen der Terroristen „nicht auf den Leim zu gehen“.

Auch junge Muslime, die sich auch schon vor den Pariser Anschlägen im Internet unter verschiedenen Hashtags wie #NotInMyName oder #MuslimsAreNotTerrorists organisiert hatten, betonen ihre Distanz zu den IS-Terroristen. Gleichzeitig zeigen sich jedoch viele Muslime darüber irritiert, dass sie sich überhaupt vom Terrorismus distanzieren müssen. Schließlich impliziert eine solche Forderung einen Generalverdacht, der zeigt, wie undifferenziert und angespannt das Verhältnis zu muslimischen Minderheiten in westlichen Ländern ist.

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