BMZ engagiert sich für Schutz der Wälder

regenwald

Besonders vielfältig und schützenswert ist der tropische Regenwald wie hier in Madagaskar. (Foto: Frank Vassen, flickr|cc by 2.0)

Kaum ein Bereich unserer Umwelt ist so unverzichtbar wie die Wälder. Nicht nur bilden sie den Lebensraum einer Fülle von Tieren und Pflanzen, sie sind gleichzeitig auch von zentraler Bedeutung für das Weltklima und binden riesige Mengen CO2 aus der Atmosphäre. Weltweit sind zudem über eine Milliarde Menschen auf den Wald als Lebensgrundlage angewiesen, die ihnen wertvolle Produkte, Nahrungsmittel und Arzneien bereitstellt.

So wichtig der Wald ist, so rücksichtslos wird er vielerorts ausgebeutet. Kurzfristige wirtschaftliche Interessen stehen oftmals über einer nachhaltigen Umweltpolitik. Das hat zur Folge, dass weltweit jährlich 13 Millionen Hektar Wald zerstört werden – das entspricht der Fläche von Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden Württemberg und Bayern zusammen.

Die Zerstörung ist in der Regel unumkehrbar und durch Brandrodung kommen zusätzlich große Mengen CO2 in die Atmosphäre, die zuvor im Boden gebunden waren. Vor allem die industrielle Produktion z.B. von Palmöl, Soja oder Rindfleisch in Schwellen- und Entwicklungsländern bedingt die großflächige Abholzung des Regenwaldes.

Auf internationaler Ebene gibt es inzwischen eine Reihe von Konventionen und Resolutionen, die zusammen das „Internationale Waldregelwerk“ bilden. So soll der Wald geschützt, die Wüstenbildung aufgehalten und eine nachhaltige Bewirtschaftung erzielt werden. Zusätzlich wird so auch ein Beitrag zur Armutsbekämpfung geleistet, da vor allem die ärmsten Menschen vielfach vom Wald abhängig sind.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist dabei in 44 Partnerländern im Rahmen verschiedener Abkommen wie der Biodiversitätskonvention, der Desertifikationskonvention oder REDD (Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern) engagiert, um einen Betrag zum Schutz des Waldes zu leisten. Bessere rechtliche Rahmenbedingungen, die Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags, die Förderung regionaler Initiativen, die Erforschung der Tropenwälder, die Etablierung von Prüfsiegeln u.a. helfen dabei, den rapiden Waldverlust zu verlangsamen.

Neben staatlichem Engagement sind aber auch das Verhalten der Konsumenten in den Industrie- und Schwellenländern sowie eine nachhaltige Wirtschaftspolitik entscheidend, schließlich sind viele der Firmen, die großflächig Wälder zerstören, hier beheimatet. Ein nachhaltiger Umgang mit den Wäldern der Erde ist unverzichtbar und wird in Zukunft hoffentlich noch stärker in den Focus der Weltöffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträger rücken.

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