Eine Welt ohne Hunger ist möglich

Die Milleniumsziele, die im Jahr 2000 formuliert wurden, sahen bis zum Jahr 2015 eine Halbierung der Zahl der hungernden Menschen gegenüber 1990 vor. Leider konnte dieses Ziel bisher nicht erreicht werden, auch weil im gleichen Zeitraum die Weltbevölkerung stark anwuchs.

Mais Äthiopien

Durch Verhinderung von Erosion und Bodenrehabilitation lassen sich die Erträge in Äthiopien deutlich steigern. (Foto: Rod Waddington, flickr|cc by-sa 2.0)

Weltweit leiden immer noch rund zwei Milliarden Menschen an Unter- oder Mangelernährung und täglich sterben ca. 8.000 Kinder an den Folgen unzureichender Nahrung. Weitere 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind für ihr Alter zu klein, da sie nicht genügend zu essen bekommen. Vor allem in afrikanischen Staaten südlich der Sahara ist Hunger vielerorts allgegenwärtig.

Im September beschlossen die Vereinten Nationen neue Entwicklungsziele, die unter anderem eine Beseitigung von Hunger und Armut bis 2030 vorsehen. Auch Deutschland ist stark engagiert im Kampf gegen den weltweiten Hunger. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat im letzten Jahr die Initiative „EINEWELT ohne Hunger“ ins Leben gerufen, die mit jährlich über einer Milliarde Euro die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung in betroffenen Regionen fördern soll.

Durch die Vermeidung von Hungersnöten, Innovationen im Agrar- und Ernährungssektor, Strukturwandel im ländlichen Raum und den fairen Zugang und Schutz natürlicher Ressourcen und Land soll die Ernährungssicherung gezielt gestärkt werden. Die folgenden Videos geben einen Eindruck solcher Entwicklungsprojekte in Ghana, Äthiopien und Benin.

Doch auch hierzulande lässt sich der Hunger bekämpfen. Eine verantwortungsvolle EU-Agrarpolitik, der Kampf gegen den Klimawandel, Unterstützungen für arme Länder bei der Anpassung an ein verändertes Weltklima und nicht zuletzt das private Konsumverhalten tragen zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft und weltweiten Ernährungssicherung bei.

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