3,4 Billionen klimaschädliche Investitionen weniger

Beim Klimagipfel COP21 in Paris teilte die Nichtregierungsorganisation 350.org mit, dass inzwischen über 500 Institutionen sich an der Divestment-Bewegung beteiligen und zusammen ein Finanzvolumen von über 3,4 Billionen Dollar aus Investitionen in Kohle, Öl und Gas abziehen wollen.

Divestment

Vergangenheit und Zukunft unterscheiden sich deutlich, wenn es um Investitionen in Energiegewinnung geht. (Foto: JP)

Diese beeindruckende Zahl zeigt die wachsende Bedeutung der Divestment-Bewegung, die möglichst viele Gelder ausklimaschädlichen Energieprojekten veräußern möchte, um so die fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Die Bewegung konnte allein in den letzten 14 Monaten ihr Finanzvolumen von Zusagen in Höhe von 50 Milliarden Dollar im September 2014 bis heute versiebzigfachen.

Der Gründer von 350.org, Bill McKibben, erklärte, dass die Bewegung die Finanzlandschaft für Energie bleibend verändert habe. „Keine verantwortungsvolle Institution möchte finanziell oder moralisch mit den Energieträgern von gestern verwickelt sein.“

Prestigeträchtige Institutionen wie der britische Guardian, die Harvard Universität, der britische Welcome Trust oder die Bill & Melinda Gates Foundation trennten sich bereits von Investitionen in fossile Energien. Allein im letzten Monat kamen 20 französische Städte, darunter Paris, Bordeaux, Lyon und Dijon, außerdem Münster, Oslo und Melbourne sowie neun britische Unviversitäten hinzu. Auch der deutsche Allianz-Konzern erklärte, sich vor der COP21 Konferenz in Paris von seinen Kohleaktien trennen zu wollen.

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