G20 verstärken Druck auf Steueroasen

Zwei Wochen nach der Enthüllung der sogenannten Panama-Papers, die dokumentieren wie über eine Kanzlei in Panama mithilfe von Briefkastenfirmen Steuervermeidung und Geldwäsche von Personen der ganzen Welt betrieben wird, wollen die zwanzig mächtigsten Volkswirtschaften der Welt verstärkt gegen solche Praktiken vorgehen.

Panama

Künftig wird auch Panama Finanzdaten weitergeben, nachdem es durch die jüngsten Veröffentlichungen erheblich unter Druck geriet. (Foto: dronepicr flickr | cc by 2.0)

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die G20 alle relevanten Länder und Finanzzentren auf, sich zum automatischen Informationsaustausch zu bekennen. Am Rande der Frühjahrstagung des IWF in Washington kündigten die versammelten Finanzminister und Notenbankchefs Abwehrmaßnahmen bei mangelnder Kooperation an. Bis Juli soll eine Liste der Länder erstellt werden, die sich nicht zum automatischen Informationsaustausch bekennen. Auch Panama erklärte sich rechtzeitig zu dem Beschluss bereit, künftig Informationen weiterzugeben.

Die Initiative war zunächst von den Finanzministern der fünf europäischen Staaten in den G20 Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien  ausgegangen. Die chinesische Regierung, die derzeit den Vorsitz über das Gremium innehat, nahm die Vorschläger der Europäer schnell auf die Agenda der reichen Wirtschaftsnationen.

Die G5 wollen ihrerseits möglichst schnell ihre Daten zu den Eigentümern von Briefkastenfirmen austauschen und ihre Firmenregister vernetzen, um Steuerflucht entgegenzuarbeiten. Weitere Maßnahmen sollen bis zum Sommer durch die OECD erarbeitet werden.

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