ETA übergibt Waffen und Sprengstoff an französische Polizei

Die baskische Terrororganisation, die schon im Jahr 2011 nach ihrem jahrzehntelangen bewaffneten Kampf, während die er mehr als 850 Menschen getötet und Tausende verletzt worden waren, einen endgültigen Waffenstillstand angekündigt hatte, wurde nun von Experten der Internationalen Verifizierungskommission als entwaffnet eingestuft.

Während der Kampf in Spanien geführt wurde, nutzte die ETA Südwestfrankreich oft als Rückzugsgebiet. Bayonne (Foto © Gadjo_Niglo, flickr | cc by 2.0)

Nachdem die ETA der französischen Polizei die Orte geheimer Waffendepots mitgeteilt hatte, stellten die Behörden insgesamt 3,5 Tonnen Waffen und Sprengstoff sicher. Die Mehrheit der Waffenlager befand sich in kleinen Gemeinden in dem französischen Baskenland im Südwesten des Landes. Während die französische Regierung den Schritt als „entscheidende Etappe“ auf dem Weg zur Beendigung des baskischen Terrorismus wertete, forderte die spanische Regierung die endgültige Auflösung der ETA und eine Entschuldigung bei den Opfern der Terroranschläge.

Vorausgegangen war der Entwaffnungsaktion ein Aufruf der baskischen Parteien an die ETA diesen Schritt zu unternehmen, um eine Zukunft des Zusammenlebens zu ermöglichen. Opfer der ETA sprachen sich gegen eine milde Behandlung der Terrororganisation aus und bezeichneten die Waffenübergabe als Propaganda.

Tausende Menschen feierten dagegen am Samstag im französischen Bayonne den „Tag der Entwaffnung.“

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