Busse in Shenzhen zu 100% elektrisch

Ende Dezember 2017 gab die städtische Verkehrskommission der von Shenzhen bekannt, dass sie den Übergang ihrer Busflotte zu 100 Prozent elektrischen Bussen abgeschlossen habe.

Die chinesische Mega-Stadt Shenzhen ist die Heimat von über 12 Millionen Menschen und beherbergt die Zentrale des Elektroautoherstellers BYD. Shenzhen wurde im Jahr 2009 zu einer von 13 Städten gewählt, die an einem Pilotprogramm für erneuerte Mobilität teilnehmen sollten.

Der chinesische Autohersteller BYD gehört zu den Vorreitern im Bereich Elektromobilität.

Die Investition in Elektrobusse musste mit einer angemessenen Infrastruktur gepaart werden. Für die 16,359 Elektrobusse gibt es in Shenzhen 510 Busladestationen mit insgesamt 8.000 Ladestationen, so dass fast die Hälfte der Flotte gleichzeitig aufgeladen werden kann.

Zusammen mit anderen großen chinesischen Städten macht Shenzhen nicht nur seine öffentlichen Verkehrsmittel elektrisch – auch die Taxis sollen bald alle mit Strom fahren. Insgesamt sind in der Stadt 12.518 Taxis in Betrieb und schon jetzt sind 62,5% von ihnen rein elektrisch. Die Stadt drängt auf eine komplett elektrische Taxiflotte bis zum Jahr 2020, aber sie erwartet das Ziel vorzeitig zu erreichen.

Die Busflotte von Shenzhen kann schätzungsweise 345.000 Tonnen Treibstoff pro Jahr einsparen und ihre CO2-Emissionen um 1,35 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Die elektrische Taxiflotte wird schätzungsweise 116.000 Tonnen Treibstoff pro Jahr einsparen und ihre CO2-Emissionen um 453.913 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Der chinesische Markt für Elektrobusse ist riesig. Im Jahr 2016 wurden in China 115.700 Elektrobusse verkauft. In den Jahren 2018-2020 werden viele andere Städte in China dem Beispiel von Shenzhen folgen.

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