New York verklagt Ölkonzerne wegen Klimawandel

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio erklärte vergangene Woche, dass die Stadt Schadensersatzklage gegen fünf große Ölkonzerne erhebe, um Entschädigungen für die Kosten des Klimawandels zu erhalten. De Blasio räumte ein, dass die Klage, die er mit erfolgreichen Klagen gegen große Tabakkonzerne verglich, Jahre dauern könnte, um Erfolg zu haben.

Hurrikans wie Sandy werden durch den Klimawandel immer häufiger und stärker. (Foto: NASA Earth Observatory | cc by 2.0)

Die Stadt New York argumentiert, dass die Ölkonzerne BP, Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil und Shell schon seit Jahren gewusst haben, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe den Klimawandel verursacht, aber die Schlussfolgerungen ihrer eigenen Wissenschaftler unter Verschluss hielten. Die Stadt habe bereits Milliarden von Dollar ausgegeben, und werde Milliarden mehr ausgeben, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden und versuche die Unternehmen für diese Kosten verantwortlich zu machen.

Ähnliche Klagen wurden letztes Jahr von San Francisco, Santa Cruz und Oakland, sowie mehreren US-Landkreisen gegen Ölfirmen eingereicht.

De Blasio kündigte außerdem an, dass seine Stadt ihre Milliardeninvestitionen in fossile Energieträger abziehen wolle. Der städtische Pensionsfonds soll dazu eine Divestmentstrategie entwerfen.

Im Oktober 2012 war New York vom Hurrikan Sandy heimgesucht worden, der einen Schaden von 71 Milliarden Dollar verursachte. Aufgrund des Klimawandels und der Erwärmung der Weltmeere werden solche Hurrikans häufiger und nehmen an Stärke zu. Auch steigende Meeresspiegel zwingen die Stadt zu zusätzlichen Investitionen in die Infrastruktur.

Bill McKibben, Gründer der Klimaschutzseite 350.org, sowie die Kapitalismuskritikerin und Klimaaktivistin Naomi Klein begrüßten die Ankündigungen.

Kommentar hinterlassen