Obama will weg vom Öl

Nach wochenlangen Hiobsbotschaften aus den USA wegen des scheinbar unstillbaren Öllecks vor der Küste von Louisiana, hat Präsident Obama nun eine Ansprache an das amerikanische Volk gerichtet. Er wählte dazu seinen Schreibtisch im Oval Office als Redeort, eine Geste, die von vorherigen Präsidenten nur für dramatische und wichtige Reden gewählt wurde. Sicherlich steht Obama im Zuge der Krise unter enormem innenpolitischen Druck und seine Beliebtheit dürfte einigen Schaden genommen haben. Doch unabhängig davon, wie die Rede in seinem Land ankommt und welche politischen Kommentare sie nach sich zieht, enthält sie eine wichtige Botschaft. Denn nachdem er die aktuellen Anstrengungen der Regierung zur Eindämmung der Krise aufgezählt hat und die unmittelbaren Konsequenzen daraus dargelegt hat, kommt er auf das viel Allgemeinere Thema der Ölabhängigkeit der Vereinigten Staaten zu sprechen. Schon allein die Tatsache, dass ein amerikanischer Präsident in einer Rede an die Nation von der Abhängigkeit vom Öl und von der Notwendigkeit davon weg zu kommen spricht, stimmt hoffnungsvoll. Und auch wenn es im politischen Alltag und in der Wirklichkeit noch dauern wird, bis man die Ergebnisse davon zu sehen bekommt, so scheint möglicherweise ein großer Richtungswechsel in den USA im Gange zu sein, der weg vom Öl und hin zu sauberer und erneuerbarer Energie führt. Schaut man sich an, welche Strukturen am Öl hängen und dass sogar Kriege für Öl geführt wurden, dann ist das mit Sicherheit eine gute Nachricht.

Das Video der Rede und den gesamten Text findet man hier

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