Nord- und Südkorea eröffnen Dialog

Auf Initiative von Nordkorea sollen an diesem Mittwoch Gespräche zwischen den beiden Staaten auf höchster Regierungsebene stattfinden. Gespräche auf ähnlich hoher Ebene hatte es zuletzt vor sieben Jahren gegeben.

Nordkorea hatte das Treffen vorgeschlagen, nachdem es zuvor erklärt hatte, seine Beziehungen zum Süden verbessern zu wollen. Die Gespräche sollen in einem Grenzdorf im Norden von Seoul stattfinden. Bisher gibt es keine Agenda für das Treffen, Vertreter des Südens erhoffen sich Fortschritte in humanitären Fragen und für Familientreffen.

Schon im letzten Monat hatte der Norden überraschend Familientreffen für Ende Februar zugestimmt, die es den Mitgliedern von Familien, die durch den Koreakrieg vor über 60 Jahren getrennt worden waren, ein Wiedersehen erlauben soll. Ein Streitpunkt sind jedoch die jährlichen Militärübungen Südkoreas, die der Norden als Provokation sieht.

Gleichzeitig ist das Misstrauen gegenüber Nordkorea weiterhin groß, vor allem weil das kommunistische Land weiterhin an seinem Atomprogramm festhält und sich strikt weigert, darüber mit Südkorea und dem Westen zu verhandeln. Trotzdem stellen die Gespräche für die südkoreanischen Offiziellen eine seltene Möglichkeit dar, sich ein Bild von der Politik unter dem jungen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu machen.

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