Nordkorea akzeptiert Vorschlag für Familientreffen

Nordkorea erklärte sich überraschend einverstanden, Treffen zwischen Familien zu erlauben, die durch die Grenze zwischen Nord- und Südkorea seit Jahrzehnten voneinander getrennt sind. Die letzte derartige Zusammenführung hatte im Jahr 2010 stattgefunden.

Zunächst hatte der Norden den Vorschlag des Südens für erneute Familienvereinigungen abgelehnt. Südkorea erinnerte jedoch daran, dass der Norden erklärt hatte, seine Beziehungen zum Süden verbessern zu wollen, und bewirkte damit offenbar ein Einlenken. In seiner Neujahrsansprache hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un erklärt, die Beziehungen der beiden verfeindeten Länder verbessern zu wollen.

Das heikle Thema der Familienvereinigungen ist so etwas wie ein Gradmesser für die Beziehungen zwischen dem isolierten Nordkorea und dem westlich geprägten Süden. Korea ist seit dem Krieg Mitte des letzten Jahrhunderts geteilt. Mit dem Waffenstillstand von 1953 wurden Millionen Familien von ihren Verwandten getrennt, ohne die Möglichkeit Briefe zu senden oder Telefongespräche zu führen.

Südkorea und die USA scheinen derweil kaum merklich auf die Forderung des Nordens eingegangen zu sein, gegenseitige Propaganda und Verleumdungen zu unterlassen. So wirkt es, als würde der Süden seine jährlichen Militärübungen etwas abmildern. Anders als im vorigen Jahr sollen dieses Mal kein amerikanischer Flugzeugträger und keine amerikanischen Bomber zu Militärübungen nach Korea gesendet werden.

Trotzdem ist das Misstrauen gegenüber Nordkorea weiterhin groß, und hinter jedem Schritt wird eine eine mögliche Irreführung vermutet. Das kommunistische Land hält weiterhin an seinem Atomprogramm fest und weigert sich strikt, darüber mit Südkorea und dem Westen zu verhandeln.

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