USA, Kanada und Mexiko wollen bis 2025 Hälfte ihres Stroms sauber erzeugen

Bei einem Treffen in Ottawa am Mittwoch kündigten die Regierungschefs von Kanada, Mexiko und den USA an den Anteil sauberer Energie bei der Elektizitätserzeugung in Nordamerika bis 2025 auf 50 Prozent zu erhöhen. Derzeit liegt der Anteil bei 37 Prozent, wobei die Kernkraft zu den sauberen Energien gezählt wird.

Wasserkraft in Kanada

Den größten Anteil der Erneuerbaren in Kanada liefert die Wasserkraft wie hier in Ontario. (Foto: Ontario Power Generation, Wikimedia Commons |cc by 2.0)

Erreicht werden sollen die Ziele durch den Ausbau von Wind-, Solar– und Wasserkraft sowie die weitere Nutzung der Nuklearenergie und Technologien zur Speicherung von CO2. Die Energieregularien sollen harmonisiert werden und eine bessere Energieeffizienz wird angestrebt. Zudem sollen klimaschädliche Methangas-Emissionen, die vor allem bei der Öl- und Gasförderung entstehen, stark gesenkt werden. Stromnetze sollen auch grenzüberschreitend ausgebaut werden.

Den Löwenanteil der Elektrizität in Nordamerika erzeugen und verbrauchen die USA, die bisher lediglich ein Drittel ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen oder mit Kernkraft erzeugen. Weil Kanada bereits jetzt über 63 Prozent seines Stroms aus nicht-fossilen Quellen bezieht, genügen für die USA und Mexiko geringere Zahlen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Trotzdem stellt das angekündigte Energieziel eine Herausforderung und eine große Chance für den Ausbau erneuerbarer Energien in Nordamerika dar.

Umweltverbände begrüßten die Ankündigung von Justin Trudeau, Enrique Peña Nieto und Barack Obama, forderten aber weitergehende Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

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