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Führende US-Firmen nutzen Erneuerbare Energien

Je stärker die Preise für erneuerbare Energien sinken, desto mehr greifen Firmen in den USA und anderswo auf die grüne Elektrizität zurück – nicht zuletzt weil es billiger ist. Doch Sonne, Wind & Co sind auf lange Sicht nicht nur kostengünstiger, ihre Verwendung wirkt auch positiv dem Klimawandel entgegen, der die Menschheit, die Umwelt und auch den Weltmarkt mit seinen Akteuren bedroht. Führende US-Unternehmen weisen schon jetzt beeindruckende Zahlen vor, wenn es um die Nutzung klimafreundlicher Energie geht.

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Chiphersteller Intel deckt seinen gesamten Elektrizitätsbedarf aus erneuerbaren Quellen. (Foto: IntelFreePress | cc by 2.0)

Der Chiphersteller Intel führt die Liste der größten Nutzer erneuerbarer Energien in den USA an, und das schon seit acht Jahren. Seit 2015 deckt die Firma 100 Prozent ihres Energiebedarfs von 3.4 Milliarden Kilowattstunden mit grünen Energien aus Wind, Sonne, Erdwärme, Wasserkraft und Biomasse. Auf dem Gebäude des Hauptfirmensitzes drehen sich kleine Windturbinen und auf weiteren Anlagen von Intel gibt es insgesamt 18 Solarkraftwerke. In seinem Statement zur Klimapolitik äußert das Unternehmen wie wichtig der Kampf gegen den Klimawandel ist und erhofft sich außerdem eine große Nachfrage nach den eigenen Produkten durch die wachsende Elektrifizierung der Energiewirtschaft.

Ebenso wie Intel bezieht auch Microsoft 100 Prozent seiner Elektizität aus erneuerbaren Quellen. Das gleiche gilt für die Warenhauskette Kohl’s, die zusätzlich eine Energy Star-Zertifizierung für die meisten ihrer Filialen erlangte sowie mehrere Jahre in Folge das Ziel erreichte, seine gesamten Aktivitäten CO2-neutral zu gestalten.

Die US-Eishockeyliga NHL schafft es seit 2014 ebenso CO2-neutral zu agieren. Schon im Jahr 2010 gründete sie die Organisation NHL Green, eine Nachhaltigkeitsinitiative, die sich gegen Klimawandel und Frischwasserknappheit einsetzt. Für jedes Tor in der Liga werden 1000 Galeonen (ca. 3800 Liter) Frischwasser in gefährdeten Flüssen wiederhergestellt – bis heute insgesamt 9 Millionen Liter.

Während die Warenhauskette Walmart nur insgesamt 4 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen deckt, sind die absoluten Zahlen beeindruckend, und Walmart liegt immernoch vor dem US-Energieministerium, wenn es um die Nutzung grüner Energie geht. In vier der letzten fünf Jahre war Walmart die Firma mit den meisten Solarinstallationen, zuletzt schaffte sie es noch auf Platz zwei. Als ambitioniertes Ziel hat sich Walmart vorgenommen seinen gesamten Energieverbrauch bis 2020 aus erneuerbaren Quellen zu decken und zusätzlich keinen Müll mehr zu produzieren.

Apple hat in den USA, China und 21 anderen Staaten schon jetzt das Ziel von 100 Prozent grüner Energie erreicht und liegt für alle weltweiten Operationen bei 93 Prozent. Auch der Internetriese Google will bis 2017 seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken. Schon jetzt ist der Suchmaschinenbetreiber unter Firmen der größte Käufer von grüner Energie weltweit.

Immer mehr Firmen schließen sich der RE100 Initiative an, die sich dem Ziel von 100 Prozent grüner Energie für Unternehmen verschrieben hat. Neben den großen US-Playern finden sich darunter auch viele bekannte europäische Namen wie IKEA, BMW, H&M, die Commerzbank, Crédit Agricole, Nestle oder die französische Post.

Der Privatsektor macht rund die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs aus. Je mehr Firmen sich der Nutzung erneuerbarer Energien verschreiben, desto schneller gelingt die Umstellung auf eine klimafreundliche Weltwirtschaft. Gleichzeitig führt diese starke Nutzung von grüner Energie durch große Unternehmen zu weiteren Preissenkungen und Effizienzgewinnen für Erneuerbare. Auch wenn man nicht immer mit allen Praktiken großer Wirtschaftsunternehmen einverstanden ist, so ist ihre Umstellung auf grünen Strom unbedingt zu begrüßen.

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