Millionen Frauen demonstrieren gegen Trump

Einen Tag nach der Inauguration von Donald Trump marschierten hunderttausende Frauen durch die Straßen von Washington, um ihrem Unmut über den neuen Präsidenten Luft zu machen und ein Zeichen für den Respekt vor Frauen und deren Rechten zu setzen.

Der Women’s March verzeichnete deutlich mehr Teilnehmerinnen als die Inauguration von Donald Trump (Foto © Mobilus In Mobili, flickr | cc by-sa 2.0)

Demonstrantinnen füllten die Straßen in der Nähe des Kapitols teilweise so dicht gedrängt, dass sie sich kaum bewegen konnten. In Chicago wurde der geplante Marsch durch die Stadt aus Sicherheitsgründen abgesagt, da sich zu viele Teilnehmerinnen zusammenfanden. In  Anspielung auf die groben Bemerkungen Donald Trumps trugen viele Demonstranten, Frauen und Männer gleichermaßen, rosa „Pussyhats“ mit Katzenohren.

Die Marschierenden konfrontierten einen Präsidenten, der nur eine Handvoll Frauen zu seinem Kabinett und seinem inneren Kreis ernannt hat und der sich verpflichtet hat, einen Obersten Gerichtshof zu nominieren, der sich den Abtreibungsrechten widersetzt und Gesundheitsgesetze abschafft, die Empfängnisverhütung abdecken.

Schätzungen zufolge demonstrierten allein in Washington mehr als eine halbe Million Frauen und Männer gegen Trump. Zu über 400.000 Teilnehmerinnen in New York kamen hunderttausende mehr in Chicago und Los Angeles. Die Gesamtbeteiligung übertraf eine Million Menschen allein in den Vereinigte Staaten. Weltweit gab es unter anderem auch in Berlin, Paris, Rom, Amsterdam and Cape Town Demonstrationen

Der Marsch war reich an historischen Anspielungen – besonders der Marsch unter der Leitung Martin Luther Kings im Jahr 1963 hallte wider. Aber es gab auch Bezüge zu vielen anderen Märschen, z.B. aus den 1970er Jahren, als Hunderttausende von Frauen auf die Straßen gingen, um für Gleichberechtigung zu kämpfen, und jene aus den späten 1990er Jahren zum Kampf für Abtreibungsrechte.

Die Organisatorinnen der Märsche hoffen, dass die Demonstrationen vom Samstag nur der Auftakt für eine anhaltende Protestbewegung in den USA unter Trump sind. Um die Energie der Clinton-Campagne zu nutzen und Teilnehmerinnen zu mobilisieren, wurde das Spektrum der Themen von Frauenthemen wie Abtreibung, gleiche Bezahlung und sexuelle Übergriffe, um Immigrantenrechte, Polizei-Brutalität, Masseninhaftierung, Wählerunterdrückung und Umweltschutz erweitert.

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