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Tesla wettet mit Südaustralien um Batteriepark

Als Antwort auf wiederholte Stromausfälle im Bundesstaat Südaustralien bot Tesla-Gründer Elon Musk an einen Batteriepark mit einer Kapazität von 100 Megawatt (MW) zu bauen, und das in nur 100 Tagen, um so das Energieproblem zu lösen. Auf die Twitter-Nachfrage des australischen Unternehmers Mike Cannon-Brookes, ob das Angebot denn seriös sei, antwortete Musk: „Tesla wird das System in 100 Tagen zum Laufen bringen oder es ist kostenlos. Ist das ernst genug für euch?“

Tesla Batterien

Tesla will nicht nur mit Elektroautos, sondern vermehrt auch mit Batteriespeichern den Energiemarkt revolutionieren. (Foto © Maurizio Pesce, flickr |cc by 2.0)

Die Energiesenatorin Südaustraliens, Sarah Hanson-Young, bot Musk daraufhin Gespräche an, um das Projekt zu verwirklichen. Im Streit um die Stromausfälle war zuvor auch der Ausbau erneuerbarer Energien für die Versorgungsprobleme verantwortlich gemacht worden. Der australische Energy Market Operator sprach dagegen von mehreren Ursachen, unter anderem ein unerwartet hoher Energiebedarf.

Große Energiespeicher können Bedarfsspitzen abmildern und zusätzlichen Strom ins Netz speisen, ohne das dazu weitere Kraftwerksleistung zu Spitzenzeiten notwendig ist. Mit dem stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien, die kaum gleichmäßige Strommengen produzieren, werden solche Speicher immer wichtiger. Tesla befindet sich mit seiner neuen Gigafactory und seinem Know-How in der Lage, solche großen Batterieparks schnell herzustellen und zu installieren. Erst kürzlich baute der Autohersteller in Kalifornien einen ähnlichen Speicherpark von 80 MW – die benötigte Zeit dafür betrug 90 Tage.

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