Gute Nachrichten in Kürze

Einige gute Nachrichten und positive Entwicklungen aus der vergangenen Woche: Erster Solarradweg der Welt eröffnet +++ Zuwanderer bringen Großbritannien finanziellen Nutzen +++ Großbritannien und Luxemburg wollen Steuervermeidung erschweren +++ Grüne fordern Steuer-Spezialeinheit +++ Offhore-Windpark Meerwind Süd/Ost geht in Betrieb

Erster Solarradweg der Welt eröffnet

In den Niederlanden wurde am Mittwoch das weltweit erste Stück Solarradweg eröffnet. Das Forschungsprojekt mit Investitionen in Höhe von 3 Millionen Euro soll die technische Umsetzbarkeit von Solarzellen im Belag von Radwegen und Straßen prüfen. Die 70 Meter Fahrradweg, die jetzt eröffnet wurden, sollen bald auf 100 Meter verlängert werden und dann genug Sonnenstrom für drei Haushalte liefern. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnten künftig Straßen zu Stromlieferanten umgebaut werden – angesichts der großen Flächen, die Straßen einnehmen, könnte so ein riesiges Potenzial für die Produktion von Solarstrom entstehen.

Zuwanderer bringen Großbritannien finanziellen Nutzen

Eine Studie zweier Forscher des University College in London beweist, dass Zuwander in Großbritannien entgegen den Aussagen populistischer Parteien keineswegs ungebildete Menschen sind, die lediglich die Sozialsysteme belasten. So besitzen über 60 Prozent der Migranten aus West- und Südeuropa einen Universitätsabschluss. Unter den kürzlich zugewanderten Osteuropäern besitzen 25 Prozent einen Titel – ein Prozent mehr, als die Arbeitnehmer, die in Großbritannien geboren sind.

Auch zahlten die Migranten mehr an Steuern, als sie Sozialleistungen in Anspruch nahmen – von 2000 bis 2011 erwirtschafteten sie ein Plus von 20 Milliarden Pfund (gut 25 Milliarden Euro). Davon zahlten Einwanderer aus den westlichen EU-Staaten (vor der Osterweiterung) 64 Prozent an Steuern und osteuropäische Migranten 12 Prozent. Populistische Argumente, nach denen Zuwanderer in Großbritannien als ungebildete Sozialschmarotzer dargestellt werden, entsprechen also definitiv nicht der Realität.

Großbritannien und Luxemburg wollen Steuervermeidung erschweren

Nach den Enthüllungen zu massiven Beihilfen Luxemburgs zur Steuervermeidung von Großkonzernen, erklärte Außenminister Jean Asselborn, dass sein Land für derartige „Tricksereien“ künftig nicht mehr zur Verfügung stehe.

Großbritannien kündigte an, seine sogenannten Patentboxen in den nächsten Jahren auslaufen zu lassen. Das Instrument wurde von viele Unternehmen genutzt, um über das Patentrecht Steuern zu vermeiden, die sonst in anderen Staaten angefallen wären.

Grüne fordern Steuer-Spezialeinheit

Die steuerpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Paus, fordert die Schaffung einer Spezialeinheit der Bundesregierung für Steuern, die „personell und technisch auf Augenhöhe mit den Steuerabteilungen der Konzerne“ sein müsse. Konzerne und wohlhabende Bürger sollen demnach ihre Steuergestaltung und Steuererklärung genauer prüfen lassen. Außerdem solle Steuervermeidung und Steuerhinterziehung wissenschaftlich genauer verstanden werden, um neue Strategien für die Politik zu entwerfen.

Offhore-Windpark Meerwind Süd/Ost geht in Betrieb

Vor der Küste Helgolands nahm am Montag der Windpark „Meerwind Süd/Ost“ der Firma WindMW den Betrieb auf. Er besteht aus 80 Windkraftanlagen, die 23 km nördlich der Insel im offenen Wasser stehen. Pro Jahr kann er eine Leistung von 288 Megawatt (MW) Strom erzeugen, was Strom für 360.000 Haushalte bedeutet – eine gesamte Großstadt.

Im Laufe diesen Jahres werden zwei weitere Windparks von EON und RWE mit vergleichbaren Kapazitäten ans Netz gehen, und auch ENBW kündigte den Bau zweier Windparks in der deutschen Nordsee an. Bis 2020 sollen bis zu 7000 MW Strom von Offshore-Windrädern erzeugt werden, was etwa fünf konventionellen Großkraftwerken entspräche.

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