Einigung im Atomstreit mit Iran schon bald möglich

Nach Angaben aus der Verhandlungsdelegation um US-Außenminister John Kerry stehen die Chancen für den Abschluss eines Atomabkommens mit dem Iran bei den gegenwärtigen Gesprächen in Lausanne gut. Ein ranghoher US-Diplomat gab an, dass man fest daran glaube, bis zum Monatsende eine Einigung mit dem Iran erzielen zu können.

Seit Donnerstagmorgen verhandeln Kerry und der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif über die Bedingungen, die es dem Iran erlauben würden sein Atomprogramm unter Auflagen und Kontrollen für eine friedliche Nutzung weiter zu betreiben, um im Gegenzug eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen durch den Westen zu erreichen.

Sollten die Verhandlungen so laufen, wie es sich die USA erhoffen, würden in den nächsten Tagen auch die Außenminister der übrigen Verhandlungspartner der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland) anreisen, um sich auf ein Dokument zu einigen. US-Außenminister Kerry war am Samstag in London bereits mit seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zusammen gekommen, um die westliche Verhandlungsstrategie für die kommenden Gespräche zu koordinieren.

Das vorläufige Atomabkommen, dass im November 2013 in Genf geschlossen worden war, ist noch bis Juni in Kraft. Eine erweiterte und dauerhafte Einigung über die Zukunft des iranischen Atomprogramms würde beiden Seiten eine Normalisierung ihrer Beziehungen und eine friedliche Perspektive eröffnen, während ein Scheitern zu unwägbaren Spannungen und Eskalationen im Nahen Osten führen könnte.

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